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Nächste Premiere: WUTBÜRGER:INNEN am 26. November 2021!

1. Oktober 2021
Der*die Wutbürger*in scheint angekommen: In der Mitte der Gesellschaft. Vom
wütenden Brüller bei STUTTGART21 und PEGIDA fand er oder sie eine Heimat im
Schoß der AfD und der CSU. Plötzlich umworben von anderen Parteien wurde es
schwieriger und schwieriger für ihn und sie, sich überhaupt noch zu entscheiden.
Schien er*sie am Anfang als Abschaum und Ewiggestrige*r zu gelten, so rissen sich
plötzlich alle um ihn*sie und zeigten Verständnis. Wenn der*die Bürger*in wütend ist,
dann muss man das verstehen – so die Politik. Aber warum ist er*sie denn wütend
und ist er*sie überhaupt noch wütend? Hat es was mit den Geflüchteten oder mit der Coronapolitik
der Regierung zu tun oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?
Kann der Gutmensch den*die Wutbürger*in verstehen und umgekehrt? Ist es
vielleicht manchmal ein und dieselbe Person? Und warum sucht der*die
Wutbürger*in so verzweifelt nach Alternativen? Findet er*sie diese? Und worum geht
es überhaupt? Um unser Land? Um unsere Demokratie? Um sein*ihr eigenes
Konto?
Zwei Performer*innen entwickeln aus Interviews und persönlichen Begegnungen ein
Stück über Wut und Alternativlosigkeit. Über die Wut in der Gesellschaft und über ihre eigene.
Über sich. Über uns. Über Demokratie. Und die Frage, wie Weltoffenheit,
Toleranz und Angst zusammenpassen.
Es entsteht eine Performance im öffentlichen Raum, in der wir die Angst sezieren und
als Wut wieder rauslassen. In der Hoffnung, das danach beides verschwindet.