Doktor Faustus




Fr 09. - Di 13. März 2012
20 Uhr in der 

studiobühneköln:

Toller/Fallada




Doktor Faustus


ein Lesespiel von c.t.201, freies Theater Köln
in Koproduktion mit der studiobühneköln
im Rahmen von "Aufbruch vor der Barbarei"

mit:
Heidrun Grote, Tomasso Tessitori,
Sunga Weineck
Musik und Dramaturgie: Barbara Gescher
Idee und Konzeption: Gabriele Maria Fischer


"Ich […] verfolge einen sehr alten Plan, der aber unterdessen gewachsen ist: eine Künstler-(Musiker-) und moderne Teufelsverschreibungsgeschichte«, so Thomas Mann an seinen Sohn Klaus, »kurzum das Thema der schlimmen Inspiration und Genialisierung, die mit dem Vom Teufel geholt Werden, d.h. mit der Paralyse endet."

Der Altersroman Thomas Manns übertrifft all seine anderen Werke an Vielschichtigkeit, möglichen Lesarten und ineinander verwobenen Bedeutungsebenen: Nicht nur eine Version des mittelalterlichen Faust-Stoffes, sondern auch ein Roman über Musik, über Kunsttheorie, über Dichtung; ein Roman über den Geniegedanken, über Religion und Frömmigkeit; ein Roman über die Münchner Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts und über die Katastrophe des Nationalsozialismus – ein ›Epochen-Roman‹. Dieser Vielschichtigkeit kann eine Lesung mit ›normaler‹ Aufführungslänge naturgemäß nicht gerecht werden. Das c.t.201-Lesespiel präsentiert deshalb einen inhaltlichen Abriss und konzentriert sich dann auf den Aspekt der Musik unter Einbeziehung der Auseinandersetzung zwischen Thomas Mann und Arnold Schönberg. Damit ergänzt die Lesung quasi als ›dramaturgischer Anhang‹ die Produktion "12", die sich mit Leben und Werk Schönbergs auseinander setzt. Außerdem knüpft c.t.201 u.a. mit Texten von Goethe und Lasker-Schüler an frühere Beschäftigungen mit dem Faust-Stoff an.